Wenn die Literaturwelt am Donnerstag wieder gebannt nach Stockholm blickt, ist alles möglich. Mal erhält den Literaturnobelpreis jemand, dessen Werk bloß Experten kennen, mal entscheidet sich die Schwedische Akademie für langjährige Favoriten oder riskiert - wie bei Peter Handke 2019 - politische Kontroversen. Mit der US-Lyrikerin Louise Glück, dem aus Sansibar stammenden Abdulrazak Gurnah und der Französin Annie Ernaux ist das Trio, das auf Handke gefolgt ist, höchst divers.