Trump droht dem Iran mit neuen Angriffen. Zehntausende Iraner sind von der Wasserversorgung abgeschnitten. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 10. Juni Nach US-Angriffen: Zehntausende Iraner ohne Wasser Nach den nächtlichen US-Angriffen und der Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Zehntausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter. "Durch diesen Vorfall wurden mehr als 20.000 Einwohner der Region, die ohnehin unter schwierigen klimatischen Bedingungen und extremer Hitze leben, vom Zugang zu Wasser abgeschnitten", hieß es in dem Bericht weiter. Iranische Medien veröffentlichten Fotos, die zerstörte Wasserbecken zeigen sollen. Aktuell herrschen in Irans südlichen Küstenregionen Temperaturen von weit über 30 Grad. Trump: Bin kurz davor, neue Angriffe auf den Iran anzuordnen US-Präsident Donald Trump ist eigenen Aussagen zufolge kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen. Der Iran brauche zu lange, um eine Vereinbarung zu treffen, sagt er bei Fox News. Zuvor hatte er in einem Post bereits geschrieben, dass der Iran zu lange brauche und nun den Preis dafür zahlen müsse. Details nannte er nicht. Amnesty wirft Israel gezielte Annexion im Westjordanland vor Amnesty International wirft der israelischen Regierung in einem neuen Bericht vor, die formelle Annexion des besetzten Westjordanlands zu einem erklärten Politikziel gemacht zu haben. "In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben die israelischen Behörden eine staatlich unterstützte Kampagne ethnischer Säuberung im Westjordanland beschleunigt, palästinensische Gemeinschaften entwurzelt, enteignet und zwangsweise umgesiedelt", sagte die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation, Agnès Callamard, einer Mitteilung zufolge. Laut Amnesty sind die Übergriffe nicht das Werk einzelner Täter. "Siedler*innengewalt ist ein zentraler Bestandteil einer staatlich gebilligten Kampagne ethnischer Säuberung und wesentlich für die Aufrechterhaltung des israelischen Systems der Apartheid", so die Organisation. Trump löst Spekulationen aus, Netanjahu widerspricht Die israelische Likud-Partei hat betont, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auch bei den kommenden Wahlen kandidiert. Die Partei reagierte damit auf eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der zuvor gezweifelt hatte, ob Netanjahu noch einmal antritt. Lesen Sie hier mehr dazu. Schusswechsel vor Jemens Küste – es gibt einen Verdacht Vor der Küste des Jemen haben sich Angreifer auf einem kleinen Boot einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften eines Frachtschiffs geliefert. Die sechs Angreifer hätten sich dem Frachter genähert, woraufhin es zum Schusswechsel gekommen sei, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Morgen mit. Daraufhin sei das kleine Boot abgedreht. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Lesen Sie hier mehr dazu. Abgestürzter Hubschrauber: So wurden die US-Soldaten gerettet Nach dem Absturz eines US-Kampfhubschraubers vor der Küste Omans sind jetzt Details zur Rettungsaktion der beiden Piloten bekannt geworden. Sie sollen von einem unbemannten Drohnenboot gerettet worden sein, berichten mehrere US-Medien mit Verweis auf Tim Hawkins, den Sprecher des zuständigen US Central Command. Lesen Sie hier mehr dazu. Iran beschießt drei Golfstaaten Die iranischen Revolutionsgarden haben US-Militärstützpunkte in Jordanien , Kuwait und Bahrain mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dies sei ein Vergeltungsschlag für US-Luftschläge auf iranische Ziele nahe der Straße von Hormus gewesen, teilte die Eliteeinheit mit. Die gegenseitigen Attacken stellen eine der schwersten Eskalationen seit einer im April vereinbarten Waffenruhe zwischen Washington und Teheran dar. Teheran: Golfstaaten müssen US-Angriffe auf den Iran verhindern Das iranische Außenministerium sieht die Golfstaaten nach eigenen Angaben in der "rechtlichen und moralischen Verantwortung", Angriffe der USA und Israels auf die Islamische Republik zu verhindern. Die Länder in der Region müssten dafür sorgen, dass die US-Armee und Israel "ihr Territorium oder ihre Einrichtungen" nicht nutzten, um "feindselige Handlungen gegen den Iran zu planen, zu organisieren, auszuführen oder zu unterstützen", erklärte das Ministerium am Mittwoch. Der Iran werde nötigenfalls von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch zu machen, erklärte das Ministerium weiter. Als mögliche Ziele wurden in der Erklärung insbesondere Stützpunkte und logistische Einrichtungen genannt, die für Angriffe auf den Iran genutzt würden. Möglicher Angriff: Alarmsirenen ertönen in Bahrain Im Golfstaat Bahrain haben in der Nacht die Sirenen geheult, die Bewohner zuletzt mehrfach vor iranischen Raketen- oder Drohnenangriffen gewarnt hatten. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mit. Nähere Angaben gab es zunächst nicht. Die Revolutionsgarden des Iran – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatte kurz zuvor laut iranischen Medien bekanntgegeben, als Reaktion auf die nächtlichen US-Bombardements einen Angriff auf das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten in Bahrain ausgeführt zu haben. Die iranischen Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Bahrain war wie auch andere Golfstaaten zuletzt mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Dort befinden sich Militärstützpunkte der USA. Bericht: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: "Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen – mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation." Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach. US-Präsident Donald Trump hatte den israelischen Regierungschef zuvor vor einem Alleingang gewarnt. Die US-Regierung führt derzeit Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit Teheran, um den regionalen Konflikt diplomatisch beizulegen. Der israelische Iran-Experte Danny Citronowicz warnte auf X, ein signifikanter militärischer Schritt ohne amerikanische Unterstützung wäre ein strategisch gewaltiges Wagnis für Israels nationale Sicherheit und sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn keine Alternativen bestehen. Citrinowicz wies auch auf die Konsequenzen hin, falls es ein Abkommen mit dem Iran gebe, das die US-Regierung als zentralen Erfolg betrachte. Dann könnte eine einseitige israelische Aktion gegen den Iran ohne Abstimmung mit Washington einen hohen Preis fordern – auch in den strategischen Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten. Dienstag, 9. Juni US-Militär startet neue Angriffe gegen Iran Das US-Zentralkommando Centcom startet nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen den Iran. Die Schläge dienen der Selbstverteidigung und seien eine Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Hubschraubers der US-Armee am Vortag, wie das US-Militär mitteilt. Trump: Iran hat hochmodernen US-Helikopter abgeschossen US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, in der Nacht einen US-Kampfhubschrauber abgeschossen zu haben. Der hochmoderne Hubschrauber vom Typ Apache sei über der Straße von Hormus auf Patrouillenflug gewesen, teilte Trump mit. "Es waren zwei Piloten an Bord, die beide wohlauf und unverletzt sind", so der US-Präsident. Trotzdem kündigte er Vergeltung an: "Die USA müssen zwangsläufig auf diesen Angriff reagieren." Mehr dazu lesen Sie hier. Iran beschlagnahmt Vermögen von zahlreichen Kritikern Die iranische Justiz hat nach eigenen Angaben mehr als 200 Vermögen von Kritikern und Regierungsgegnern beschlagnahmt. Justizsprecher Asghar Dschahangir sprach laut iranischen Medien von "Vaterlandsverrätern", deren Besitz und Vermögen konsequent eingezogen werde. Auf welchen Zeitraum sich die Zahl bezieht, ließ er offen. Seit Beginn des Kriegs mit den USA und Israel Ende Februar berichten Bewohner iranischer Großstädte von verschärften Repressionen. Demnach haben Fahrzeugkontrollen durch Sicherheitskräfte zugenommen, zudem sollen Konten von Regimekritikern eingefroren worden sein. Die Führung in Teheran begründet das Vorgehen mit dem Kampf gegen mutmaßliche Spione und Verräter. Kritiker werfen den Behörden dagegen vor, die Beschlagnahmungen auch zur Finanzierung des Staates zu nutzen. Seit Kriegsbeginn wurden zudem bereits Dutzende Menschen hingerichtet. Iran meldet zwei getötete Soldaten nach israelischen Angriffen Nach den israelischen Angriffen hat der Iran zwei Tote gemeldet. Die beiden Soldaten der Flugabwehr seien am Montag durch israelischen Beschuss getötet worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Zu ihrem Einsatzort gab es zunächst keine Angaben. Zuvor hatten iranische Rettungsdienste 15 Verletzte gemeldet. 14 der Verletzten stammten demnach aus der Provinz Chusestan im Süden des Landes. Einer der Verletzten stammte aus der Hauptstadt Teheran. Westliche Staaten verhängen Sanktionen gegen Siedler in Westjordanland Großbritannien , Frankreich, Kanada, Australien, Neuseeland und Norwegen haben am Dienstag koordinierte Sanktionen gegen extremistische israelische Siedler im Westjordanland verhängt. Dies teilte der französische Außenminister Jean-Noel Barrot mit. Die Staaten reagierten damit auf eine Verschlechterung der Sicherheitslage in dem Gebiet. Frankreich habe zudem ein Einreiseverbot gegen den israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich, vier Anführer von Siedlerorganisationen sowie 21 gewalttätige Siedler verhängt, erklärte Barrot auf der Plattform X. Die Staatengruppe warnte, sie sei zu weiteren Schritten bereit, sollte die israelische Regierung nicht unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Situation vor Ort zu verbessern. Erneut Tote nach israelischem Angriff im Libanon Ungeachtet einer Waffenruhe-Vereinbarung greift das israelische Militär weiter im Südlibanon an. Bei einem Angriff am Stadtrand der Küstenstadt Tyrus wurden nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen getötet und 32 weitere Personen verletzt. Aus Kreisen des libanesischen Zivilschutzes hieß es zuvor, es seien neun Menschen getötet worden. Kurz nach dem Angriff erteilte die israelische Armee einen Fluchtaufruf für die gesamte Stadt. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, rund um die Stadt käme es zu israelischem Beschuss. Das israelische Militär äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht. Das israelische Militär rief ausdrücklich auch die Bewohner und Verbliebenen in den christlichen Teilen der Stadt zur Flucht auf. Viele Menschen hatten dort in den vergangenen Tagen Zuflucht gesucht, nachdem die restlichen Teile der Stadt bereits immer wieder unter Beschuss standen. Christen im Libanon stehen der Hisbollah zum Teil ablehnend gegenüber. Das israelische Militär wirft der Hisbollah vor, sich in den Vierteln vor Angriffen zu verstecken. Tödliche Siedler-Gewalt im Westjordanland nimmt zu Die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland hat laut einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Dem Bericht zufolge wurden mindestens sieben Palästinenser getötet und 832 weitere verletzt – mehr als doppelt so viele Opfer wie 2024. Die Kommission wirft den israelischen Behörden vor, die Angriffe durch finanzielle und militärische Unterstützung zu ermöglichen und Siedlergewalt über Jahrzehnte weitgehend straffrei zu lassen. Israel weist diese Vorwürfe zurück. Auch die Hamas wird in dem Bericht belastet. Die UN-Kommission dokumentierte für die Jahre 2024 und 2025 insgesamt 249 Fälle von Hinrichtungen und schwerer Gewalt im Gazastreifen mit mindestens 108 Todesopfern und 384 Verletzten. In mindestens 60 Fällen seien mit der Hamas verbundene Kräfte beteiligt gewesen. Die Taten könnten dem Bericht zufolge Kriegsverbrechen wie Mord und Folter darstellen. Seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg hat die Gewalt im Westjordanland nach UN-Angaben deutlich zugenommen. Trump: Verhandlungen über Iran-Abkommen "in den letzten Zügen" US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump am Dienstag. Ein halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden "zwei oder drei Tage" für möglich. Israel: Militär fängt im Süden des Landes Drohne aus dem Jemen ab Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen abgefangen. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilte das Militär auf der Plattform X mit. Die Streitkräfte machten keine Angaben dazu, welche Gruppe sie für den Drohnenangriff verantwortlich machten. Libanons Gesundheitsministerium: Tote bei israelischem Angriff Bei einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Acht weitere seien bei dem Angriff auf Tyros verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium am Montag. Darunter seien vier Sanitäter des Roten Kreuzes. Trump warnt Netanjahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran gewarnt. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagte Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. "Ich habe gesagt: 'Bibi (Netanjahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'", zitierte das Portal den US-Präsidenten. Montag, 8. Juni Israel stoppt Angriffe im Iran wohl auf US-Wunsch Israel will nach Medienberichten die Angriffe einstellen. Nach Ende einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte demnach ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter: "Auf Wunsch von (US-Präsident Donald) Trump stellen wir die Angriffe auf den Iran ein." Er habe den Eindruck, "dass die derzeitige Eskalation hinter uns liegt". Eine mit der Angelegenheit vertraute israelische Quelle bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Berichte auf Anfrage. Im Libanon sollen die Einsätze aber weitergehen. Iran sperrt bis auf Weiteres gesamten Luftraum Der Iran hat nach der jüngsten Eskalation mit Israel seinen gesamten Luftraum gesperrt. Dies geht aus einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur des Iran hervor. Sämtliche Verbindungen an allen iranischen Flughäfen seien demnach gestrichen. Zuvor hatte die iranische Luftfahrtbehörde nur für Teile des Landes ein Flugverbot verhängt. Libanon: Fast 3.500 Angriffe Israels während Waffenruhe Israel hat den Libanon nach offiziellen libanesischen Angaben seit Verkündung der Waffenruhe im April fast 3.500 Mal angegriffen. Das teilte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam nach einer Kabinettssitzung in Beirut mit. Das sei die Zahl der israelischen Verstöße gegen die kaum wirksame Waffenruhe, die am 17. April in Kraft trat, bis zum vergangenen Sonntag. Rund 30 Soldaten der staatlichen Armee und fast 20 weitere Sicherheitskräfte seien seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar und der erneuten Eskalation im Libanon getötet worden, teilte Salams Büro mit. Insgesamt wurden im Libanon nach offiziellen Angaben seitdem mehr als 3.500 Menschen getötet und mehr als 10.000 weitere verletzt. Iran meldet 15 Verletzte nach Angriffen Bei den jüngsten Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben bislang 15 Menschen verletzt worden. Eine der verletzten Personen sei derzeit noch im Krankenhaus, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Rettungsdienste des Landes. Es gebe bislang keine Toten infolge der Angriffe. 14 der Verletzten stammten demnach aus der für die iranische Petrochemie wichtigen Provinz Chusestan am nördlichen Ende des Persischen Golfes. Einer der Verletzten stamme den Angaben zufolge aus der Hauptstadt Teheran. Iran erklärt Angriffe auf Israel für beendet Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine "schmerzhafte Antwort" erteilt, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. "Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben." Trump: Iran und Israel müssen Angriffe sofort stoppen US-Präsident Donald Trump hat den Iran und Israel nach neuen Angriffen aufgefordert, diese sofort einzustellen. "Israel und der Iran müssen unverzüglich aufhören zu 'schießen'", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social . Mehr fügte er inhaltlich nicht hinzu. Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen Der Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen. In der Provinz Hamdan im Nordwesten habe es am Vormittag einen Angriff gegeben, berichtete die Agentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Im Süden Teherans seien Explosionen zu hören gewesen, so die Nachrichtenagentur Nour-News. Ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte, unterirdische Parkhäuser würden als Schutzräume vorbereitet. Bereits zuvor hatten iranische Medien von Explosionsgeräuschen und aktivierter Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran berichtet. Spekulationen in sozialen Netzwerken über einen Angriff auf den Flughafen der Metropole Schiras wurden in einem Bericht der Agentur Mehr zurückgewiesen. Der Flughafen stellte am Vormittag den Betrieb auf weiteres ein, berichtete Tasnim. Auch Huthis feuern Raketen auf Israel ab In die neue Gewalt zwischen dem Iran und Israel greifen auch die Huthi-Rebellen aus dem Jemen ein. Nach eigenen Angaben feuerten sie ebenfalls Raketen auf Israel ab. Die Zeitung "Times of Israel" zitierte einen Sprecher der israelischen Armee mit den Worten, die Geschosse seien abgefangen worden. Der Iran hatte in der Nacht zu Montag erstmals seit Wochen Israel mit Raketen beschossen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ordnete daraufhin Gegenschläge an. Der Iran antwortete danach mit einer zweiten Raketenwelle. Dann stiegen die Huthis in die Kämpfe ein. Die vom Iran unterstützten Kämpfer im Jemen kündigten zudem an, die Navigation israelischer Schiffe im Roten Meer mit elektronischen Gegenmitteln lahmlegen zu wollen. Israel trifft wohl Raffinerie im Iran Israel soll bei Luftangriffen auf den Iran die Karun Petrochemical Company im Süden des Landes getroffen und teilweise beschädigt haben, schreibt die iranische Nachrichtenagentur Fars. Demnach soll ein hochrangiger israelischer Beamter dem israelischen Sender Channel 14 bestätigt haben, dass Israel die Anlage getroffen hat. Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel In mehreren Gegenden Israels haben nach neuem iranischem Raketenbeschuss am Morgen die Warnsirenen geheult. Unter anderem im Zentrum und Süden des Landes gab es Raketenalarm. Etliche Menschen mussten erneut Schutz in Bunkern vor dem Angriff suchen. Zuvor hatten sie eine Warnung per Handy erhalten. "Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen", teilte das israelische Militär mit. Der Iran soll laut OSINT-Kanälen auf X mit ballistischen Raketen von mehreren iranischen Basen – unter anderem Urmia, Kermanshah, Khorramabad und Najaf Abad – angegriffen haben. Israels Militär meldet Rakete aus dem Jemen Nach Angaben des israelischen Militärs ist eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Gefahr abzufangen, teilte das Militär am frühen Morgen auf Telegram weiter mit. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Später teilte das Militär mit, dass die Menschen die Bunker wieder verlassen könnten. Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Terrorgruppe der Huthis. Sie hatte in der Vergangenheit die "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran angekündigt. Immer wieder wird befürchtet, die Gruppe werde sich aus dem Jemen in den Iran-Krieg einmischen. Eskalation in Nahost belastet Börsen in Südkorea und Japan Die Börsen in Ostasien haben im Zuge der jüngsten Eskalation in Nahost deutlich nachgegeben. Der südkoreanische Leitindex Kospi startete mit einem Minus von über acht Prozent in die Handelswoche. Wegen der starken Kursbewegung verhängte die Börse in Seoul eine 20-minütige Handelsunterbrechung. Mit Stand Ortszeit 12 Uhr pendelte sich der Kospi auf ein Minus von rund vier Prozent ein. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank zum selben Zeitpunkt um minus 3,8 Prozent. Am Sonntagabend hatte der Iran zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert, am Montagmorgen griff auch Israel den Iran an. Die iranischen Angriffe erfolgten als Reaktion auf israelische Angriffe auf die Terrororganisation Hisbollah im Libanon. Die jüngste Eskalation weckt die Befürchtung eines erneuten offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern. Ebenfalls droht damit auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .