Elfter Prozesstag im Fall Fabian aus Güstrow: Vor dem Landgericht Rostock spricht ein Zeuge über die entscheidenden Minuten am Tümpel. Alle Entwicklungen im Liveticker. Im Prozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat am Freitag der elfte Verhandlungstag vor dem Landgericht Rostock begonnen. Ein einziger Zeuge ist geladen, dessen Aussage aber von großer Bedeutung ist. Es handelt sich um Christian D., der von der Angeklagten Gina H. zur Leiche des Jungen an einen Tümpel bei Klein Upahl geführt wurde – noch vor dem eigentlichen Fund der Leiche einen Tag später. Die Anwältin von Fabians Mutter, Christine Habetha, hatte im Interview mit t-online gesagt, der Zeuge sei auch deshalb wichtig, weil sich durch seine Aussagen Rückschlüsse auf mögliches Täterwissen von Gina H. ergeben könnten. Sie soll den kleinen Fabian mit sechs Messerstichen getötet haben, um einen Streitpunkt in ihrer Beziehung mit Fabians Vater aus dem Weg zu räumen, so die Überzeugung der Staatsanwaltschaft. Für die 30-Jährige gilt die Unschuldsvermutung. Verfolgen Sie den Prozesstag im Liveticker. Anwältin der Mutter: "Dann haben wir Täterwissen – wichtige Zeugen im Fall Fabian erwartet Alle aktuellen Informationen: Mordfall Fabian – Junge aus Güstrow getötet ++ HIER AKTUALISIEREN ++ 11.37 Uhr: Die Sitzung ist für eine halbe Stunde unterbrochen. Dann wird die Befragung des Tümpelzeugen Christian D. fortgesetzt. Tümpelzeuge im Fall Fabian: "Ich fühlte mich benutzt" 11.35 Uhr: Christian D. habe schließlich den Kontakt zu Gina H. abgebrochen. "Ich fühlte mich benutzt, dass ich da meine Spuren hinterlassen soll." Heute resümiert er: "Die Suche am Tümpel wirkte nicht zufällig, sondern gezielt." 11.26 Uhr: Er und Gina H. seien dann Richtung Reimershagen gefahren. Unterwegs seien beide ausgestiegen, Gina H. habe noch ein Telefonat mit einer unbekannten Person geführt. Er habe sie am Haus eines Nachbarn in Reimershagen abgesetzt. "Tschüss und fertig, das war eine ganz schnelle Verabschiedung", erinnert sich D. Er selbst sei dann zu einem Hochsitz gefahren, habe dort bis früh morgens gesessen und "ins Leere geguckt". Er habe "gegrübelt, was da gerade passiert ist". Dann sei er nach Hause gefahren. Am nächsten Tag habe er aus den Medien erfahren, dass Fabian gefunden wurde. Das war am 14. Oktober. Richter verzweifelt fast: "Und dann wird so gar nichts gemacht?" 11.19 Uhr: Der Zeuge beteuert noch einmal, er habe nur noch weggewollt. Er sei zum Auto zurückgegangen, mit Gina H. "Haben Sie auf dem Weg zum Auto gesprochen?" will der Richter wissen. D. meint sich zu erinnern, dass Gina H. gefragt habe, ob man die Polizei rufen solle. Im Auto habe er dann gar nicht gesprochen. "Es war ein Schockmoment für mich. Ich wollte nur noch weg." Der Richter fragt intensiv, fast verzweifelt nach: "Es ist schwer zu begreifen. Die ganze Welt sucht Fabian. Drei Tage tauschen Sie sich aus. Und jetzt finden Sie da was, den Grund Ihrer Suche finden Sie möglicherweise. Und dann wird so gar nichts gemacht?" Zeuge über Entdeckung am Tümpel: "Es war alles schwarz" 11.15 Uhr: Dann habe auch D. dort etwas gesehen. "Ich dachte erst, es sei ein Rohr. Es war alles schwarz." Er habe "etwas berührt, aber ich weiß nicht, was." Er habe nicht erkennen können, was das sei. Gina H. habe gesagt: "Das ist er." Der Richter wird eindringlicher: "Sie fahren dahin, um ein Kind zu suchen. Jetzt finden Sie etwas, was Ihnen komisch vorkommt. Dann ruft Frau H, 'Das ist er.' Und dann ist Ihr Gedanke: Sie wollen weg? Sie wollen nicht wissen, was da los ist? Ob er das wirklich ist?" Der Zeuge beteuert, er habe nur noch weggewollt. 11.10 Uhr: Am Tümpel angekommen, habe er in seine Wärmebildkamera geschaut, aber nichts Warmes gesehen, lediglich den Hochsitz, Steine und Büsche. Dann sei er Gina H. hinterhergelaufen, mehrere Meter um den Tümpel herum. Wenige Meter vom Hochsitz seien sie stehen geblieben. Er sei dann Richtung Ufer gegangen, Gina H. sei ein paar Meter entfernt stehen geblieben. "Da ist nix", habe er gesagt. Gina H. hat dann gesagt: "Da ist was." 11.05 Uhr: Der Richter lässt das Satellitenbild von Google Maps einblenden. Er möchte mit dem Zeugen gemeinsam den Weg zum Tümpel nachempfinden. Dorina L., die Mutter von Fabian, schaut ebenfalls genau zu. Ihre Hände hat sie zu Fäusten geballt und legt sie auf der Tischkante ab. Zeuge berichtet von Suche nach Fabian 10.59 Uhr: Auch Gina H. habe vom Weg aus durch die Wärmebildkamera geschaut. Dann hat sie gesagt: "Lass mal da unten hingehen und vom Hochsitz aus gucken." Gina H. sei dann vorangegangen, habe mit der Handy-Taschenlampe geleuchtet. Im Nachhinein sei seine Einschätzung: "Sie wusste genau, wo sie hinwollte." Gina H. sei "zielstrebig" zum Wasserloch gelaufen. Dort habe er dann wieder in seine Wärmebildkamera geschaut. 10.56 Uhr: Gegen 21.30 Uhr seien sie nach Upahl aufgebrochen, um nach Fabian zu suchen. Es sei "stockduster" gewesen. 200 bis 300 Meter hinter Upahl hätten sie das erste Mal angehalten und mit der Wärmebildkamera über den Acker gehalten. Dort habe er lediglich Schafe gesehen. Dann seien sie weitergefahren, bis zum Tümpel. Dort habe er über die Kamera ein "Rehwild und einen Fuchs" gesehen. Sonst habe er einen Hochsitz erspäht, Büsche, Wasser und Steine. "Mehr nicht." 10.52 Uhr: Bevor der Richter Sprachnachrichten vorspielen lassen will, spricht er eine Sache an, die ihn stutzig macht: Gina H. wollte nicht allein im Waldgebiet suchen. Am 10. Oktober habe sie ihm aber ein Foto aus dem Wald geschickt – allein mit ihrem Hund. "Das wäre mir sofort komisch vorgekommen", sagt der Richter. D. berichtet, er habe sich damals nichts dabei gedacht. 10.51: Gina H. unterhält sich angeregt mit ihren Verteidigern, sie wirkt angespannt und unzufrieden mit den Aussagen des Zeugen. 10.49 Uhr: "War das für Sie nachvollziehbar, da zu suchen?" will der Richter wissen. "In dem Moment ja, im Nachhinein war ich da ein bisschen blöd", antwortet D. Er selbst ist Jäger und besitzt eine Wärmebildkamera. Diese habe er zu dem Treffen mitbekommen. Gina H. habe nicht alleine in dem Gebiet nach Fabian suchen wollen. Sie habe zwingend jemanden dabeihaben wollen, berichtet der Zeuge. Gina H. wollte im Bereich Upahl nach Fabian suchen 10.42 Uhr: Jetzt nähern wir uns den möglicherweise entscheidenden Momenten im Fall Fabian : Der Zeuge Christian D. berichtet von einem Treffen mittags am Krebssee am 13. Oktober, Fabian war zu dem Zeitpunkt seit drei Tagen verschwunden. Gina H. sei "gut drauf" gewesen, berichtet D. Dann habe sie vorgeschlagen, abends mit einer Wärmebildkamera im Bereich Upahl nach Fabian zu suchen. Dort sei sie früher mit ihren Kindern Schlitten gefahren, habe sie erzählt. Später habe sie per WhatsApp noch einmal nachgefragt, ob die Suche stattfinden könne. "War das da ein Schlittengebiet?" fragt der Richter. "Ich denke nicht." Den Vorschlag, ausgerechnet dort nach Fabian zu suchen, habe er aber nicht hinterfragt. Tatsächlich lag Fabian zu diesem Zeitpunkt seit drei Tagen tot bei einem abgelegenen Tümpel. Gina H. brachte ihr Kind vor Polizeieinsatz weg 10.38 Uhr: Am 11. Oktober habe es ein weiteres Treffen von Christian D. und Gina H. gegeben. Sie habe davon mitbekommen, dass die Polizei auf dem Weg zur ihr nach Hause ist. Sie habe dann ihren eigenen Sohn, der ungefähr im selben Alter wie Fabian ist, an Christian D. gegeben. "Kinder müssen ja nicht alles mitbekommen", kommentiert D. den Vorgang. Abends habe Gina H. ihren Sohn wieder bei D. zu Hause abgeholt. Zu ihrer Beziehung zu Fabian habe Gina H. von "Ziehsohn" gesprochen und dass sie sich gut verstanden hätten. Fall Fabian: Jetzt geht es um sein Verschwinden 10.32 Uhr: "Wann haben Sie mitbekommen, dass Fabian verschwunden war?", fragt der Richter. Gina H. habe ihm das am 10. Oktober abends "gegen 20 Uhr oder 21 Uhr" mitgeteilt. "Sie wirkte eigentlich ganz normal, nicht, dass irgendwie was Schlimmes passiert ist." Ob Frau H. auch nach Fabian gesucht habe? "Nicht, dass ich wüsste", so D. 10.31 Uhr: Am Abend schickte Gina H. dem Zeugen Fotos, wie sie ihr Auto wäscht. Gegenüber der Polizei hatte die Angeklagte hingegen behauptet, ihr Auto schon lange nicht mehr gewaschen zu haben. 10.28 Uhr: Bei dem Treffen am Bolzsee habe Gina H. "ziemlich niedergeschlagen, bisschen nervös" gewirkt, berichtet Christian D. Als Grund habe sie Stress mit Fabians Vater angegeben. "Was war das Problem diesmal?" fragt der Richter. "Wie sie jetzt weiterverfahren, dass der eine den anderen akzeptiert", antwortet der Zeuge D. Er habe Gina H. dann gesagt, dass ihr die Entscheidung niemand abnehmen könne. "Gab es noch andere Themen?" –"Nein." Am Tattag bat Gina H. um ein Treffen 10.22 Uhr: Christian D. berichtet von einem Treffen mit Gina H. gegen 12.45 Uhr am Bolzsee. Gina H. habe kurz zuvor in einem Telefonat darum gebeten, sich zu treffen. "Sie wirkte sehr bedrückt". Sie habe Stress mit Matthias R. gehabt und reden wollen. Zu dem Zeitpunkt war Fabian bereits tot. Zudem habe Gina H. ihm zuvor ein Foto von einem Waldweg geschickt, rund 1,6 Kilometer vom Tatort entfernt. Sie sei dort mit ihrem Hund spazieren gewesen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Fabian bei diesem Spaziergang dabei war und noch lebte. 10.18 Uhr: Jetzt nähert sich der Richter den entscheidenden Momenten, dem 10. Oktober, dem Tag, an dem Fabian getötet wurde. Er will, dass der Zeuge seinen Tagesablauf beschreibt. Christian D. berichtet von seinen Terminen an dem Tag. Er war offenbar die ganze Zeit unterwegs. 10.14 Uhr: Außerdem habe Gina H. von einem "Termin in Güstrow" gesprochen, den sie wahrnehmen müsse. Er kann aber nicht mehr sagen, wann dieser Termin gewesen sein soll. Der Richter möchte herausfinden, ob Gina H. am Tag vor Fabians Verschwinden noch einmal in Güstrow war. Bis heute ist ungeklärt, warum Gina H. offenbar gewusst haben soll, dass Fabian am 10. Oktober nicht zur Schule gegangen ist. Für die Angeklagte gilt die Unschuldsvermutung. Zeuge: Gina H. sprach von "einer Entscheidung" 10.08 Uhr: Es geht um den 9. Oktober, den Tag vor Fabians Tod. Der Richter will wissen, was Christian D., der Tümpelzeuge, an dem Tag gemacht hat. Er habe sich zur Mittagszeit zwischen 13 und 14 Uhr mit Gina H. am Krebssee in der Gemeinde Lohmen getroffen, für etwa eine Dreiviertelstunde, berichtet er. Dann sei er die Kinder abholen und nach Hause gefahren. Bei diesem Treffen habe Gina H. ihm erzählt, dass sich Gina und Matthias R. wieder gestritten hätten. Sie habe von "einer Entscheidung" gesprochen, die sie jetzt hinsichtlich der Beziehung treffen wolle. 10.05 Uhr: Jetzt springt der Richter in die Woche vor dem 10. Oktober, dem Tattag. In dieser Zeit näherten sich Gina H. und Fabians Vater Matthias R. nach der Trennung wieder an. Die beiden trafen sich. Einmal hätten sich die beiden angebrüllt, habe D. mitbekommen. Einmal habe ihm Gina erzählt, dass beide "in der Kiste" gelandet seien. Bei dem Streit sei es "immer um das gleiche leidige Thema" gegangen: zu viel Alkohol, zu wenig Geld, Vorwürfe. Zeuge: Gina H. sah Fabian als "Keil" zwischen Beziehung 9.58 Uhr: Gina H. sprach wohl davon, Fabian habe einen "Keil" zwischen Gina H. und Fabians Vater getrieben. So erzählt es der Zeuge Christian D. Seine Worte dazu: "Wenn ein Achtjähriger einen Keil zwischen eine Beziehung von Erwachsenen treiben kann, dann läuft da irgendwas verkehrt." 9.55 Uhr: Während der Befragung des "Tümpelzeugen" Christian D. schaut Gina H. fast permanent nach unten auf den Tisch vor sich. Sie scheint in einer Akte zu lesen und wirkt vertieft. Ihre Beine hat sie übereinandergeschlagen. Noch ist der Richter bei der Befragung des Zeugen nicht beim 10. Oktober angekommen. 9.52 Uhr: Es geht um das Handyverhalten von Gina H. "Sie hat es viel gehabt", sagt der Zeuge. Auf Antworten habe er in der Regel "keine drei Minuten" warten müssen. Einzige Ausnahme: Am 10. Oktober, da habe er länger auf Antworten warten müssen. Er habe sie über Stunden nicht erreicht. An dem Tag soll Gina H. Fabian getötet und ihr Handy ausgeschaltet haben. Ein Digitalforensiker bezeichnete dieses Verhalten, also das Ausschalten des Handys, am Dienstag als höchst ungewöhnlich. 9.47 Uhr: Christian D. erzählt, die Angeklagte habe von Gewalt in der Beziehung mit Fabians Vater erzählt. Nach der Trennung, so sein Eindruck, habe Gina H. Matthias R. zurückgewollt. Christian D. habe Gina H. in der Zeit ein "offenes Ohr" angeboten. "Wie der Führer im Zweiten Weltkrieg": Gina H. kichert 9.44 Uhr: Der Zeuge wird nach dem Spitznamen von Fabians Vater, "Adi", gefragt, den er persönlich nie kennengelernt habe. "Woher kommt der Spitzname?", fragt Schütt. Christian D.: "Weil er am selben Tag Geburtstag hat wie der Führer im Zweiten Weltkrieg". Ein Raunen geht durch den Saal. Gina H. kichert kurz. Gina H. ist derzeit wieder mit Fabians Vater Matthias R. liiert. 9.40 Uhr: Christian D. erzählt, wie der Kontakt zu Gina H. intensiver wurde. Er habe "aus Versehen" ein Foto der Angeklagten auf Facebook mit einem Smiley kommentiert. "Dann fing das so langsam an, dass wir miteinander geschrieben haben." Später habe sich der Kontakt auf WhatsApp verlagert. 9.38 Uhr: Der Richter wendet eine spezielle Taktik an und stellt zunächst keine Fragen. Christian D. soll einfach anfangen zu erzählen. Er sagt aus, dass er Gina H. vom Sehen her seit etwa zehn Jahren kenne. Beide leben im selben Dorf, in Reimershagen. Vier Wochen lang habe es "etwas engeren Kontakt mit Gina H. gegeben". 9.37 Uhr: Der Richter kündigt sein Fragen-Programm an: Es soll um die Beziehung des Zeugen zu Gina H. gehen sowie um den 10. Oktober, den Tattag, an dem Fabian mit sechs Messerstichen getötet wurde – mutmaßlich von der Angeklagten Gina H. "Tümpelzeuge" betritt den Saal im Mordfall Fabian 9.34 Uhr: Der Vorsitzende Richter Holger Schütt begrüßt alle Teilnehmer des Prozesses. Dann wird der "Tümpelzeuge", Christian D., aufgerufen. Er soll von Gina H. noch vor dem Auffinden des Leichnams zum toten Jungen an den Tümpel bei Klein Upahl geführt worden sein. Er gilt als zentraler Zeuge im Mordfall Fabian. Justizbeamter weist Publikum zurecht 9.29 Uhr: Kurz vor dem Start des Prozesses weist ein Justizbeamter das Publikum zurecht. Erneut wurde wohl wieder jemand mit einem Handy erwischt. "Wer sein Handy zückt, muss den Saal verlassen", so der Beamte. 9.27 Uhr: Gina H., die Angeklagte im Fall Fabian, hat den Saal betreten. Sie trägt ein braunes, kurzes Shirt und weiße Turnschuhe. Sie verschränkt die Arme. 9.17 Uhr: Jetzt ist auch Fabians Mutter Dorina L. im Saal angekommen. Sie verfolgt beinahe jeden Prozesstag, um ihrem toten Sohn ein Gesicht zu geben, wie ihre Anwältin im Interview mit t-online erklärt hat. 9.15 Uhr: Die beiden Verteidiger von Gina H., Thomas Löcker und Andreas Ohm, haben bereits Platz genommen. Gina H. wird vermutlich wie immer kurz vor dem Beginn des Prozesstages um 9.30 Uhr in den Saal geführt werden. Auch heute dürften wieder einige Sprachnachrichten der Angeklagten vorgespielt werden. Rekord-Andrang im Fall Fabian vor dem Rostocker Landgericht 9 Uhr: Massen stehen vor dem Landgericht Rostock Schlange. So groß war der Andrang noch nie. Mehr als 100 Leute warten auf den elften Prozesstag im Fall Fabian. Möglicherweise wird der Platz im großen Saal des Landgerichts nicht ausreichen. Auch viele Medienvertreter sind wieder vor Ort. Fall Fabian: Tümpelzeuge soll über Gina H. aussagen 8.55 Uhr: Für das Gericht dürften zudem zwei Aspekte wichtig sein: Hat Gina H. ganz bewusst und konkret vorgeschlagen, an dem abgelegenen Tümpel nach Fabian zu suchen? Dann hätte sie laut der Anwältin von Fabians Mutter Täterwissen offenbart, wie sie im Interview mit t-online erklärte . Von Bedeutung dürfte zudem sein, ob Gina H. Fabian sofort erkannt hat. Ein vor Ort ermittelnder Polizist hatte ausgesagt, er habe Fabian trotz des Abgleichs mit Fahndungsbildern zunächst nicht erkennen können. Sein Körper war nach dem Mord angezündet worden und dementsprechend entstellt. 8.50 Uhr: Christian D. soll einer von zwei Männern sein, der von Gina H. zur Leiche des Jungen geführt wurde – noch vor dem angeblich zufälligen Fund beim Spazierengehen am 14. Oktober vergangenen Jahres. Weder Gina H. noch der Zeuge riefen die Polizei. Wieso, dürfte eine der zentralen Fragen heute sein. Christian D. und ein weiterer Mann, Olaf K., gelten als "Tümpelzeugen" im Fall Fabian. 8.45 Uhr: Guten Morgen an diesem Freitag aus dem Landgericht Rostock. Nach mehreren Verhandlungstagen, an denen zahlreiche Gutachter, Experten und Beamte ihre Aussagen gemacht haben, steht heute die Aussage eines Bekannten der Angeklagten Gina H. im Mittelpunkt. Das Gericht hat sich den ganzen Tag Zeit für Christian D. genommen und erhofft sich von ihm neue Erkenntnisse.