Die Türkei qualifiziert sich erstmals seit 2002 wieder für eine Weltmeisterschaft. Die Rückkehr auf die Bühne misslingt der Elf um Hakan Çalhanoğlu allerdings. Die Türkei hat ihr WM-Comeback nach 24 Jahren verpatzt und gegen Australien eine Niederlage kassiert. Die ambitionierte Auswahl um Kapitän Hakan Çalhanoğlu unterlag effizienten Australiern mit 0:2 (0:1) und steht im Kampf um die K.-o.-Phase bereits unter Druck. Auch der auffällige Jungstar Arda Güler konnte die dritte türkische Auftaktniederlage bei der dritten WM-Teilnahme (nach 1954 und 2002) nicht verhindern. Der frühere Bayern-Profi Nestory Irankunda (27. Minute) und Connor Metcalfe von Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli (75.) trafen im kanadischen Vancouver zum Sieg für die defensiv eingestellten Australier, die sich in der Gruppe D hinter dem euphorisierten Hauptgastgeber USA (4:1 gegen Paraguay) auf Rang zwei einreihen. So lief das Spiel 2002 waren die Türken zuletzt für eine WM qualifiziert, für die Generation um Real Madrids Arda Güler und Kapitän Hakan Çalhanoğlu ist das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko die erste WM-Teilnahme. Trotz der mühsamen Qualifikation über die Playoffs ging die Türkei als Favorit ins Duell mit Australien und hatte auch mit großem Abstand mehr Ballbesitz – konnte damit aber viel zu wenig anfangen. Mit teilweise neun Mann im eigenen Strafraum verteidigte Australien die Führung, für die Türkei gab es kein Durchkommen. Das Tor durch Irankunda, der inzwischen beim FC Watford unter Vertrag steht, fiel durch einen Konter unmittelbar, nachdem Güler die erste echte Chance für die Türkei hatte. Auch beim zweiten Treffer nutzten die Australier eine Unachtsamkeit der drückenden Türken eiskalt aus. Metcalfe traf von außerhalb des Strafraums mit einem starken Schuss ins kurze Eck – und das nach einer Saison ohne einen Treffer für St. Pauli. Großen Anteil am Erfolg für Australien hatte Torwart Patrick Beach, der überraschend für Kapitän Matthew Ryan spielte und zu seinem dritten Länderspiel kam. In der 57. Minute parierte er etwa einen gefährlichen Freistoß von Güler, in der 86. dann den von Çalhanoğlu. Kurz zuvor war St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine noch ins Spiel gekommen und half, den Vorsprung zu verteidigen.