Nach dem WM-Quali-Desaster der Nationalmannschaft hat Italien erst einmal einen neuen Verbandschef. Malagò muss nun einen neuen Coach suchen. Ein Novum bei den Azzurri schließt er nicht aus. Der neue Chef des italienischen Fußballverbands, Giovanni Malagò, hat die Verpflichtung eines ausländischen Nationaltrainers und damit ein Novum nicht ausgeschlossen. Im Gespräch mit der Zeitung "La Repubblica" sagte der 67-Jährige auf die Frage nach einem Coach für die Squadra Azzurra aus dem Ausland: "Man soll niemals nie sagen." Konkreter wurde Malagò aber nicht. Der erfahrene Sportfunktionär war am Montag auf der FIGC-Mitgliederversammlung zum neuen Verbandschef gewählt worden. Er soll den italienischen Fußball nach dem jüngsten WM-Qualifikations-Desaster wieder auf Kurs bringen und neu aufstellen. Eine der ersten Aufgaben von Malagò wird es sein, einen neuen Nationaltrainer zu finden. Der Posten ist derzeit vakant. Umbruch nach Quali-Desaster Nach dem abermaligen Scheitern der Italiener in der WM-Qualifikation im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina im März mussten zahlreiche Verantwortliche ihren Platz räumen - Verbandspräsident Gabriele Gravina, Nationaltrainer Gennaro Gattuso sowie Ex-Torwart-Legende Gianluigi Buffon als Teamkoordinator. Ein ausländischer Cheftrainer wäre in der Geschichte der italienischen Nationalmannschaft eine Ausnahme. Die Azzurri wurden bislang fast ausschließlich von Italienern betreut. Zwar gehörte etwa in den 50er Jahren der Ungar Lajos Czeizler zeitweise zur technischen Leitung der Auswahl. Einen ausländischen Nationalcoach im heutigen Sinne hatte Italien jedoch noch nie. Mancini laut Medien möglicher Kandidat Hoch gehandelt wird italienischen Medienberichten zufolge ein alter Bekannter: Roberto Mancini, der bereits von 2018 bis 2023 Nationalcoach war, könnte demnach ein Kandidat für den Posten sein. Auf ihn angesprochen sagte Malagò zur "Repubblica" aber: "Ich habe nicht mit Roberto gesprochen."