Schwachstelle im Onlinebanking ausgenutzt: Ermittler heben Betrugsnetzwerk aus
Im Zusammenhang mit einem Millionenbetrug beim Onlinebanking haben hessische Ermittler ein Betrugsnetzwerk in Brasilien ausgehoben. Vier Menschen wurden festgenommen, wie das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Freitag mitteilten. Drei Verdächtige wurden in Europa identifiziert. Gegen die mutmaßliche Bande wird seit 2023 ermittelt.
Im November 2023 sollen die Mitglieder eine Schwachstelle bei einem Zahlungsdienstleister ausgenutzt haben, um binnen weniger Tage unautorisiert Geld von Konten deutscher Onlinebanking-Kunden abzubuchen. Den bisherigen Ermittlungen zufolge sollen die international organisierten Täter ein fehlerhaftes Softwareupdate im Buchungsprozess ausgenutzt haben.
Binnen vier Tagen entstand ein Millionenschaden. Das Geld sollen die Bandenmitglieder überwiegend nach Brasilien geleitet haben, wo es schließlich ausgezahlt worden sei. Ein kleinerer Teil der Beute sei in vier europäische Länder geleitet worden.
Am Donnerstag wurden in Brasilien vier Menschen in diesem Zusammenhang verhaftet. Die Behörden durchsuchten 21 Objekte in sieben Städten.