In Seenot: Gekenterte Kajakfahrer aus Wismarbucht gerettet
Zwei gekenterte Kajakfahrer werden am späten Abend zwischen der Insel Poel und dem Festland aus Seenot gerettet. Ein kleines Licht wird für die Retter zum entscheidenden Hinweis.
Zwei gekenterte und stark unterkühlte Kajakfahrer sind am späten Samstagabend in der Wismarbucht aus Lebensgefahr gerettet worden. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurde gegen 21.00 Uhr über ein gekentertes Kajak informiert, dass sich im Bereich des Fahrwassers zwischen der Insel Poel und dem Anleger Hohen Wieschendorf am Festland befinden soll, teilte die DGZRS am Sonntag mit.
Zur Einsatzzeit herrschte Wind aus Nordwest der Stärke drei Beaufort (bis 19 km/h) und etwa ein halber Meter Seegang. Die Wassertemperatur betrug rund 20 Grad Celsius.
Auch ein Hubschrauber an Suche beteiligt
An der Suche beteiligten sich mehrere Boote sowie ein Rettungshubschrauber. „Wir haben uns gegen 21.45 Uhr gerade mit dem Boot der Wasserschutzpolizei getroffen, um uns über das weitere Suchverfahren auszutauschen, als wir etwa 50 Meter vor uns ein kleines Licht auf See sahen“, sagte Sven Kirsch, freiwilliger Seenotretter auf der dem Seenotrettungsboot „Wolfgang Wiese“.
Die Seenotretter entdeckten die Schiffbrüchigen, einen Mann und eine Frau mittleren Alters, etwa eine Seemeile (knapp zwei Kilometer) vor Hohen Wieschendorf. Sie klammerten sich demnach an ihr Zweierkajak, das bereits größtenteils unter Wasser lag. Seenotretter und Wasserschutzpolizisten retteten die erschöpften und stark unterkühlten Menschen aus dem Wasser und übernahmen die Erstversorgung. Im Hafen kümmerte sich dann der Rettungsdienst an Land um die Kajakfahrer.