Steigende Energiepreise, höhere Lohnkosten, schwächere Nachfrage: Die Torney Landfleischerei aus Altentreptow steckt in der Krise. Doch man gibt sich zuversichtlich. Die Torney Landfleischerei Pripsleben aus Altentreptow in Mecklenburg-Vorpommern hat beim Amtsgericht Neubrandenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Der Betrieb mit 13 Filialen in Kaufland- und Netto-Märkten beschäftigt rund 100 Menschen. Als Sachwalter wurde Rechtsanwalt Michael Busching eingesetzt, der die Geschäftsführung bei der Sanierung begleitet. Bei einer Insolvenz in Eigenregie bleibt die Geschäftsführung im Amt. Drittes Mal in sechs Jahren: Küchenhersteller meldet erneut Insolvenz an 800 Mitarbeiter betroffen: Vier Standorte von großem Haustechniker insolvent Insolvenz: Inflation drückt die Kaufbereitschaft Für die finanzielle Schieflage nennt Busching in der "Bild" mehrere Gründe: Gestiegene Energiepreise habe die Kosten belastet, der gesetzliche Mindestlohn trage zur Kostensteigerung bei – und die Inflation drücke auf die Kaufbereitschaft der Kunden. "Die Leute haben einfach weniger Kohle in der Tasche. Das frische Rumpsteak an der Theke wird weniger gekauft", sagte Busching. Trotz der Lage zeigt sich der Sachwalter zuversichtlich. "Es ist ein Team an Bord, das sanieren kann. Die schauen jetzt, was zu machen und zu verändern ist, und ich sage, ob es richtig ist", erklärte Busching. Nun würden Investoren gesucht, die das Unternehmen übernehmen oder sich daran beteiligen wollen. Parallel dazu solle die Fleischerei neu aufgestellt werden – oder beides in Kombination. Für die rund 100 Beschäftigten gibt es vorerst eine finanzielle Absicherung: Ihre Löhne sind für drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Firmenmotto: "Vom Stall in die Pfanne" Das Unternehmen wurde vor 33 Jahren gegründet. Es ist Teil des Torney-Unternehmerverbunds, der allerdings nicht von der Schieflage betroffen ist. Laut Firmenhomepage züchtet und mästet die Gruppe die Schweine und Rinder selbst und stellt auch das Futter dafür her. Alle Betriebe arbeiteten "Hand in Hand für das Motto: 'Vom Stall in die Pfanne'", heißt es auf der Webseite.