Friedrich Merz ist unbeliebt – als Kanzler findet er nur noch wenig Rückhalt bei den Menschen. Das gilt sogar für jene Gruppe, wo man noch die meiste Unterstützung für ihn vermuten könnte. Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland hält Kanzler Friedrich Merz (CDU) nach einer aktuellen Umfrage nicht mehr für den richtigen Mann im Amt. Insgesamt 78 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von "Bild" verneinten die Frage "Ist Friedrich Merz (noch) der richtige Bundeskanzler?". Nur 14 Prozent beantworteten sie mit Ja. 8 Prozent machten indes keine Angabe. Selbst bei Wählern von CDU und CSU ist Merz unbeliebt: 58 Prozent der Unionswähler sprachen sich demnach gegen ihn aus, nur 36 Prozent für ihn. Kritik an Kanzler: Maschmeyer legt nach – Merz muss sich an Zahlen messen lassen Nach AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt: Hubig ruft Beamte zu Widerstand auf Auch Lars Klingbeil kommt nicht gut an Damit geht es für Merz dem Bericht zufolge seit Mitte vergangenen Jahres in der Tendenz bergab. Damals waren noch mehr als 30 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden. Wenn es nach den Deutschen geht, wäre CSU-Chef Markus Söder der geeignetste Unionspolitiker für eine Führungsrolle: 31 Prozent sprechen sich für den bayerischen Ministerpräsidenten aus. Dahinter folgt NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) mit 20 Prozent, während Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit 13 Prozent auf dem dritten Platz landet. Besonders deutlich fällt das Ergebnis unter Unionswählern aus: Hier kommt Söder auf satte 50 Prozent, Wüst erreicht 33 Prozent und Dobrindt 14 Prozent. Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: CDU nähert sich Fünfprozenthürde – SPD bei 34 Prozent SPD-Co-Parteichef Lars Klingbeil kommt bei den Befragten derweil nicht gut an, wenn auch besser als Merz. Auf die Frage "Ist Lars Klingbeil (noch) der richtige SPD-Parteivorsitzende?" antworteten 51 Prozent mit Nein und 24 Prozent mit Ja. Allerdings machten hier 25 Prozent keine Angabe. Viele lehnen die Brandmauer zur AfD ab Im Umgang mit der AfD zeigten die Befragten wenig Verständnis für die sogenannte Brandmauer, also das Prinzip, wonach viele andere Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen. Fast jeder Zweite (46 Prozent) hält die Brandmauer nicht mehr für zeitgemäß, rund jeder Dritte (34 Prozent) hält hingegen daran fest. 20 Prozent machten keine Angabe. Für die Insa-Umfrage wurden im Zeitraum vom 10.9./11.9.2026 1.003 Menschen online befragt. Die Ergebnisse sind demnach repräsentativ für Menschen mit Wohnsitz in Deutschland ab 18 Jahren. Die Fehlertoleranz liegt bei +/- 3,1 Prozentpunkten.