Vitaly Janelt steht mit 28 Jahren vor seinem möglichen Debüt in der Fußball-Nationalmannschaft. Er sieht die Nominierung als Jetzt-oder-nie-Moment. Vitaly Janelt musste lange auf seine erste Einladung zur deutschen Nationalmannschaft warten. Mit 28 Jahren ist der Mittelfeldspieler erstmals dabei. Bundestrainer Jürgen Klopp hat den Brentford-Profi in seinen Kader berufen – und Janelt weiß, dass die Zeit für ein großes Turnier knapp wird. In Herzogenaurach äußerte sich Janelt zu seiner Situation. "Ich bin sehr happy, dass ich jetzt hier dabei bin mit meinen 28 Jahren", sagte er. Und schätzt seine Lage realistisch ein: "Das ist mit die letzte Chance für mich, bei dem einen oder anderen großen Turnier dabei zu sein." 2028 findet die Europameisterschaft in Großbritannien und Irland statt. Für den gebürtigen Hamburger wäre es ein Heimturnier. Janelt läuft seit 2020 für Brentford auf und hat nie in der Bundesliga gespielt. Heimklatsche für die Türkei: Die Stimmung ist gekippt Uefa schüttet Millionensumme aus : Ein deutscher Klub kassiert europaweit am meisten Dass er überhaupt noch in den DFB-Kreis gelangt ist, verdankt Janelt vor allem Klopp. Dessen Vorgänger hatten ihn offenbar nicht auf dem Radar – auch weil Brentford nicht zu den Topklubs der Premier League zählt. Janelt nahm das lange hin: "Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, in Interviews darüber zu reden. Wenn der Trainer Bock hat auf mich, hat er Bock. Wenn nicht, dann nicht." Sein Klub sei eben nicht vom Kaliber wie Chelsea, Manchester United , Manchester City . "Da ist es nicht ganz so einfach. Aber ich bin niemandem böse oder sauer." Beim Londoner Klub hat sich Janelt fest etabliert. "Ich habe die meisten Spiele gemacht in der Premier League für den Verein. Ich bin zweiter, dritter Kapitän, ich habe mir da was aufgebaut", sagte er. Klopp schätzt den körperbetonten englischen Fußball – Janelt passt ins Profil. Sein Selbstverständnis bringt er klar auf den Punkt: "Ich bin ein Teamspieler. Ich mache die Drecksarbeit für die Jungs vor mir." Sein mögliches Debüt könnte am Donnerstag in München gegen Serbien (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) oder danach in Griechenland folgen.