Seit 15 Jahren spielt Maximilian Arnold beim VfL Wolfsburg. Zuletzt saß er aber nur auf der Bank. Jetzt findet er deutliche Worte. Wolfsburgs Rekordspieler Maximilian Arnold hat offen Kritik an seiner Rolle beim VfL geübt. Der 32-jährige Kapitän steht in der laufenden Zweitliga-Saison kaum in der Startelf – und schließt einen Abgang nicht aus, sollte sich daran nichts ändern. Bislang hat Arnold in der 2. Liga nur einmal von Beginn an gespielt. Trainer Tobias Strobl setzt im defensiven Mittelfeld auf Vinícius Souza. Nach dem Testspiel gegen den Drittligisten TSV Havelse, bei dem Arnold über 90 Minuten zum Einsatz kam, äußerte sich der Mittelfeldspieler im Gespräch mit Wolfsburger Medien: "Ich bin mit der Situation einfach nicht zufrieden, klipp und klar: 0,0 zufrieden. Das ist nicht mein Anspruch." "Da ist mir das Herz aufgegangen": Jürgen Klopps Wunsch wird wahr Abreise-Eklat um Cristiano Ronaldo : Jetzt spricht der Portugal-Trainer Den Verlust seines Stammplatzes hatte Arnold nicht erwartet. Grund für die Situation waren auch langwierige Leistenbeschwerden gegen Ende der vergangenen Saison, wegen derer er auch in der Vorbereitung kürzertreten musste. Seine Unzufriedenheit hat er auch in einem Gespräch mit Strobl zum Ausdruck gebracht. Er betonte: "Ich habe Mehrwert für die Mannschaft. Und ich hoffe, dass der Trainer das schnellstmöglich auch sieht." Sollte sich an seiner Rolle als Reservist nichts ändern, will Arnold, der 2011 sein VfL-Debüt feierte, offenbar selbst einen Abschied nicht ausschließen. "Dann schauen wir mal, was passiert", antwortete Arnold auf eine entsprechende Frage. Geschäftsführer Dieter Hecking hatte sich bereits vor Arnolds öffentlichen Äußerungen in der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" positioniert: "Es wäre aus meiner Sicht fatal, wenn Max Arnold jetzt sagen würde, dass er sich kampflos einer Rolle widmet, die er nicht haben möchte. Das ist mir viel lieber, als wenn er da gleichgültig mit umgehen würde und sagt: Ich kriege hier meine Kohle und das war's. So erlebe ich ihn eben nicht."