Der insolvente Maschinenbauer Paul Köster kappt rund 100 Stellen. Wenigstens für eine junge Berufsgruppe gibt es Hoffnung am Standort Medebach. Im Sommer erfolgte für den Traditionsbetrieb Paul Köster im nordrhein-westfälischen Medebach die Insolvenz . Jetzt die bittere Gewissheit: Knapp jede dritte der insgesamt rund 320 Stellen sollen wegfallen. Das berichtete der Lokalsender WDR unter Berufung auf den Insolvenzverwalter. Maschinenbauer Köster wurde 1907 gegründet. Das Unternehmen produziert Sondermaschinen, die unter anderem in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Nun machen die Krise der deutschen Autobauer sowie gestiegene Energie- und Personalkosten Köster zu schaffen. Insolvenz: Kunststoffspezialist Tectro SMT vor dem Aus Paul Köster: Autokrise reißt Maschinenbauer mit in die Tiefe Vor dem Traditionsbetrieb aus Nordrhein-Westfalen waren bereits andere Zulieferer in die Krise gerutscht. In Saarburg erwischte es nach fast 90 Jahren das Unternehmen Tectro SMT, ein Spezialist für technische Kunststoffteile. Auch der Textilveredler Lindenfarb, der unter anderem Porsche und Mercedes beliefert, rutschte in die Insolvenz. Der Autobau als einstige Boombranche der deutschen Industrie hat den Anschluss an neue Technologien wie Elektromobilität verpasst und steckt tief in der Krise. Der VW-Konzern will weltweit bis zu 100.000 Stellen streichen. Zuletzt kündigte die Konzernspitze gar die Haustarife auf. In Medebach gibt es wenigstens ein bisschen Hoffnung. Neben den rund zweihundert Stellen bleiben auch alle Ausbildungszusagen erhalten, teilte der Insolvenzverwalter mit.