(Ursendung) Eigentlich ist es eine ganz normale Grundschule, mit Turnhalle und Schulhof, im Treppenhaus hängt noch eine Wandzeitung. Doch plötzlich fällt auf, dass auf den Fluren die ganze Nacht über das Licht brennen bleibt. "Aus Sicherheitsgründen", sagen die Wachleute. Über Nacht werden in einem Leipziger Schulgebäude, das eigentlich saniert werden sollte, 200 Menschen untergebracht, die meisten stammen aus Syrien. "Wie kann ich helfen?" fragen sich viele Nachbarn, auch Judith Burger, die nur wenige Meter entfernt von der Schule wohnt. Die Bewohner der Notunterkunft können sich kaum retten vor Hilfsangeboten. Sachspenden, Hausaufgabenhilfe, Deutschkurse. Doch wie helfen wir richtig? Ist die Hilfe immer selbstlos? Was geschieht, wenn die Dankbarkeit ausbleibt? Über ein Jahr lang gehört Judith Burger zu den Helfern, erlebt Höhen und Tiefen, Hilflosigkeit auf beiden Seiten. Manchmal scheint es, als stehe eine Nebelwand zwischen den Deutschen und den Syrern. Mehrnousch Zaeri-Esfahani kennt diese Situation. Als